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Updated: 1 week 3 days ago

Click-to-call: Anrufe über AdWords von mobilen Geräten

Sun, 02/28/2010 - 12:27

Aufmerksamen Advertisern ist es bereits aufgefallen: In den Leistungsdaten kann mittlerweile zwischen URL-Klicks und Anrufen unterschieden werden. Dafür geht man auf das Drop-Down "Gliedern", wählt "Klicktyp" und erhält folgende Aufteilung seiner Daten:

Mit der „Click-to-Call“ Funktion können Google-AdWords-Anzeigen, die über Mobiltelefone geschalten werden, um die Telefonnummer erweitert werden. Klickt der Handybesitzer auf die Telefonnummer, so ruft er unmittelbar bei der hinterlegten Telefonnummer an - eine sofortige Kontaktaufnahme, die sowohl dem User als auch Werbenden Vorteile bringt. Für den Anrufer fallen normale Handykosten an. Für den AdWords Kunden wird - wie gewohnt - pro Klick verrechnet.

Wie bei AdWords üblich muss zwischen Anzeigen auf "iPhones und anderen Mobilgeräten mit vollwertigem Internetbrowser" und Handy-Anzeigen unterschieden werden.

iPhones und anderen Mobilgeräten mit vollwertigem Internetbrowser

Die Schaltung von AdWords-Anzeigen auf iPhones etc erfolgt nur, wenn diese in den Kampagneneinstellungen unter "Werbenetzwerke, Geräte und Erweiterungen" aktiviert ist. Da "alle verfügbaren Geräte" voreingestellt sind, müssen Sie hier nur eingreifen, wenn Sie Teile ausschließen wollen oder getrennte Kampagnen fahren möchten:

Die Telefonnummer wird im Rahmen der "Relevante Adressen mit Ihren Anzeigen darstellen (erweitert)" unter "Standorte, Sprachen und Demografien" eingegeben. Hierfür müssen Sie also entweder ins Branchencenter oder Ihren manuellen Eintrag ändern.

Wem der letzte Absatz gar nichts sagt, findet hier bereits einen Blog-Eintrag zu den "relevanten Adressen": Lokale Anzeigen AdWords - relevante Adressen.

Handy-Anzeigen

Die Telefonnummer für WAP-Handys wird einfach bei der Handy-Anzeige selbst hinterlegt. Dies ist sicherlich eine erfolgsversprechenderes Angebot zur Kontaktaufnahme, als den User auf eine Mobile Webpage zu senden, die möglicherweise auch noch erstellt werden muss. Erlaubt sind nur Inlandsgespräche und nicht-gebührenpflichtige Telefonnummern.

Nicht möglich ist Click-to-call bislang bei Handy-Image-Anzeigen.

Auswertungen Anrufe

Korrekte Auswertungen sind nicht ganz so einfach wie das Einrichten. Wie eingangs bereits erwähnt, können URL-Klicks und Anrufe nunmehr getrennt im Konto abgefragt werden.

Dies klingt zunächst sehr komfortabel. Spätestens bei der Angabe von Conversions stellt sich allerdings die Frage, wie diese eigentlich gezählt werden. Schließlich hört Google (hoffentlich) nicht mit und kann so auch nicht wissen, ob bei einem Anruf beispielsweise eine Bestellung getätigt oder nur irgendeine Nachfrage gestellt wurde. Laut Auskunft von Google werden daher die Anrufe einfach gleich auch als Conversion gezählt.

Nun mag man einen Anruf tatsächlich hochwertiger einschätzen als einen Klick. 100%-ig korrekt ist die Gleichsetzung von Anruf und Conversion natürlich trotzdem nicht. Insofern muss hier für eine saubere Auswertung getrennt gerechnet werden.

Werben Sie aus einer Kampagne heraus auf iPhone & Co. und Handys, so wird die Gesamtzahl der Anrufe ausgegeben. Eine Unterscheidung gelingt Ihnen beispielsweise unter dem Tab "Anzeigen" aufgrund der verschiedenen Formate.

Gliedern nach Gerät

Eine weitere Auswertungsmöglichkeit: Seit dem 3. Juni 2009 stehen Daten getrennt für die unterschiedlichen Endgeräte zur Verfügung. Auch diese Anzeige erhalten Sie über das Drop-Down "Gliedern", dann "Geräte".

In "Computer" und "Mobilgeräte mit vollwertigem Internetbrowser" finden Sie die Unterscheidung, die Sie unter "Endgeräte" in den Kampagneneinstellungen festgelegt haben. Eine feinere Auswertung - beispielsweise nach iPhone oder Android getrennt - ist hier nicht möglich. Dafür müssten Sie dann getrennte Kampagnen anlegen.

Der Punkt "Sonstiges" -und jetzt kopiere ich einfach den ausführlichen Hilfetext des Fragezeichens- "enthält Informationen zur Aktivität Ihrer Anzeigen vor dem 3. Juni 2009 für alle Geräte im Such- und im Content-Werbenetzwerk von Google im angezeigten Zeitraum. Diese Zeile enthält Aktivitäten
* für Geräte, die keine Computer oder Mobilgeräte mit vollwertigem Internetbrowser sind,
* für Handy-Anzeigen (für WAP-Browser) und
* für spezielle Offline-Anzeigenformate (sowohl aktuelle als auch nicht mehr verfügbare)."

AdWords Benutzeroberfläche: Drop-Down "Filter und Ansichten" wieder weg

Fri, 02/12/2010 - 12:22

Die Benutzeroberfläche von AdWords hat sich wieder mal geändert. Dem Drop-Down-Menü "Filter und Ansichten" war nur eine kurze Lebensdauer beschert. Die wichtigen Funktionen, die sich darunter verbargen, sind zusammen mit anderen Features nunmehr neu angeordnet und separiert worden. Die Übersichtlichkeit und leichtere Auffindbarkeit hat sich dadurch erhöht - und einen Klick spart man auch noch.

Die Anordnung ist auf allen Ebenen -Kampagnen, Anzeigengruppen, Anzeigen, Keywords und Werbenetzwerke- gleich. Wer bislang mit auch schon mit allen Funktionen gearbeitet hat, wird sich sicherlich schnell zurechtfinden.

Sehen wir uns der Vollständigkeit halber die Kampagnenebene an:

Unterhalb der Kampagnen-Navigation finden wir links zunächst die Möglichkeit, "alle", "alle aktiven" sowie "alle außer gelöschte" Kampagnen anzeigen zu lassen. Nichts Neues - diese Funktion ist einfach von rechts nach links gerutscht.

Nun einige Funktionen aus dem ehemaligen "Filter und Ansichten". Mit "Gliedern" lassen sich die Leistungsdaten sowohl nach Werbenetzwerke, Zeiteinheiten, Geräten als auch Klicktyp darstellen. Dies ist alles bekannt; zu letztem Punkt kommt in den nächsten Tagen noch ein Blog-Eintrag, da sich hier einiges getan hat. "Filter" und "Spalten" lassen sich auf gewohnte Weise bedienen.

Kommen wir zum rechten Teil: Die Suchfunktion ist im Grunde ein Shortcut zur Filterfunktion "Kampagnenname enthält...". Dies wird nunmehr auch angezeigt, wenn Sie im Suchfeld einen Begriff eingeben und mit wahlweise die Enter-Taste oder den Button "Such-Werbenetzwerk" bedienen. Warum dieser so heißt, hat sich mir bislang nicht wirklich erschlossen. Denn es werden beispielsweise auch passende Kampagnen aus dem Content-Werbenetzwerk angezeigt.

Sinnvoller ist es da, dass sich mit dem nun folgenden Grafik-Symbol die Grafik ein- und ausblenden lässt.

Das ganz rechts positionierte Download-Icon ist die einzig neue Funktion. Mit ihr lassen sich nunmehr bequem Berichte herunterladen - ähnlich wie unter "aktuelle Ansicht exportieren" im AdWords Editor. Berücksichtigt wird dabei also, welche Filter und Spalten gewählt wurden.

Heute auf Spiegel Spam...

Thu, 01/14/2010 - 15:25

Internet-Zensur in China: Google zieht Konsequenzen


(http://www.spiegel.de/spam)

Die nächste Extension: Kontaktformular in Beta

Wed, 01/13/2010 - 11:09

Google testet weiter an sinnvollen Extensions zu den AdWords-Anzeigen. Die neueste Idee scheint die Integration des Kontaktformulars zu sein, wie der Beta-Test-Teilnehmer "PPC Hero" berichtet.

Die Kurzfassung des Ablaufs: Ein User sieht die AdWords-Anzeige, öffnet das Kontaktformular über die Plus-Box (wie beispielsweise auch bei der Maps-Erweiterung) und füllt es aus.

Sendet der User seine Daten ab, werden diese an Google übermittelt. Google sendet dem Werbenden nun eine Info-Mail inklusive Lead-ID, die der Werbende telefonisch bei Google bestätigen muss. Dann endlich erhält er die Kontaktdaten des Interessenten.

Ausführliche Erklärungen und Eindrücke gibt es direkt bei PPC Hero: New Contact Form Extensions.

Verwandte Artikel:
Location Plusbox
Sitelinks

Grundlagen zum Content-Netzwerk (Google Optimization University)

Wed, 01/13/2010 - 10:13

Google hat einige Ausführungen zum Thema "Content-Netzwerk" online gestellt. Erklärt werden in sechs Videos alle Schritte, die zum Anlegen einer entsprechenden Kampagne benötigt werden: Eröffnen der Kampagne, Anlegen der Anzeigengruppe, Keywords, Anzeigentexte, Gebote und Conversion-Tracking. Wer keine Angst vor penetranter Hintergrundmusik hat, findet hier die Grundlagen kurz und prägnant in Ton und Bild: Google Content Network Optimization University.

Product Extensions in den Kampagneneinstellungen und neue Anzeigenformate

Thu, 12/03/2009 - 20:43

Für alle, die mittlerweile den Überblick verloren haben: Google hat alle Anzeigenformate aufgelistet, mit denen in letzter Zeit experimentiert wurde. Einige sind bereits live, manche nicht, manche erst in den Staaten. Zur Zusammenfassung im Google-Blog gehts auf jeden Fall hier lang: New search ad formats, zum Beitrag im AdWords-Blog hier: The AdWords New Ad Formats Initiative.

Währenddessen sind auch bei uns die ersten Verbindungen vom Merchant Center in die Kampagneneinstellungen sichtbar. In den USA bereits für alle Advertiser verfügbar, befinden sich die Product Extensions hierzulande noch immer in der Betaphase. Das Rollout soll im kommenden Jahr stattfinden.

Die Verknüpfung findet im Merchant Center statt, wo einfach die AdWords Customer ID eingegeben wird. In den Kampagneneinstellungen kann dann unter "Werbenetzwerke, Geräte und Erweiterungen" die Option "Produkt-Images und -Informationen aus meinem Google Merchant Center-Konto verwenden" aktiviert werden:

Wie die Anzeigen erscheinen, hatten wir bereits in älteren Blog-Beiträgen besprochen. Deshalb hierzu nur die Links: AdWords mit Produktbildern 1 und AdWords mit Produktbildern 2.

Google Zeitgeist 2009

Tue, 12/01/2009 - 15:29

Alle Jahre wieder veröffentlicht Google die beliebtesten Suchbegriffe des Jahres. In Deutschland war youtube der meistgesuchte Begriff 2009, Megan Fox und Britney Spears waren die meistgesuchten Personen, bei den Bildersuchen liegen Lady Gaga und Robert Pattinson vorne. Der iPod touch führt die Liste der am häufigsten gesuchten Produkte an, Nachrichten wurden insbesondere zur Schweinegrippe und zu Michael Jackson gesucht: Google Zeitgeist Deutschland.

Ein ähnliches Bild ergibt sich in Österreich: Bei den Personen, Bildern, Produkten und Nachrichten wurden die gleichen Begriffe wie in Deutschland meist-gesucht. Der häufigste Suchbegriff war Wien. Hier die Ergebnisse im Detail: Google Zeitgeist Österreich

Gebotssimulator und inkrementeller Cost-per-click (ICC)

Mon, 11/23/2009 - 12:30

Seit einigen Monaten ist mittlerweile der Gebotssimulator online. Doch scheint er von zahlreichen Advertisern noch immer nicht regelmäßig eingesetzt zu werden. Google geht mittlerweile schon weiter und führt als Wert den inkrementellen Cost-per-click (ICC) ein. Grund genug, sich die möglichen Erkenntnisse und resultierenden Maßnahmen genauer anzusehen.

Der Gebots-Simulator (Bid Simulator) im AdWords-Konto

Der Gebotssimulator gibt (mindestens) Schätzungen zu Klicks, Kosten und Impressions bei unterschiedlichen maximalen Klickpreisen an. Wie im folgenden Screenshot zu sehen, erhalten Sie diese Angaben, wenn Sie auf das Symbol klicken:

Der Gebotssimulator ist keyword-bezogen, heißt: Sie erhalten die Schätzungen für jedes Keyword. Dies hat Vor- und Nachteile: Einerseits können Sie für jedes Keyword individuelle Potentiale erkennen und individuelle Bietpreise einstellen. Andererseits sind kampagnen- oder anzeigengruppenweite Abfragen nicht möglich. Nicht nur, dass auch hierzu Schätzungen interessant wären - Bulk-Bearbeitungs-Möglichkeiten könnten auch einiges an Arbeit ersparen.

Der Gebots-Simulator macht keine Angaben zu Auswirkungen auf Conversion-Daten. Diese überrascht nicht, ist es bei AdWords-Tools doch eher die Regel denn die Ausnahme. Trotzdem sollten Sie natürlich immer bedenken, dass eine Erhöhung der Klicks nicht positiv auf Ihre Conversions und vor allem Conversion-Kosten sein muss.

Schauen wir uns nun aber an, welche einige interessante Informationen der Gebotssimulator liefern kann. [Und ab hier wissen wir alle, dass er nur Schätzdaten liefert - auch ohne dass ich dies im Folgenden jedesmal explizit dazuschreiben muss.]

Bid Simulator: Klickrate und tatsächlicher Cost-per-Click

Aus den dargestellten Werten sind leicht zwei weitere wichtige Daten zu errechnen: die Klickrate sowie der tatsächliche Klickpreis.

Die Klickrate ergibt sich aus (Klicks/Impressions) * 100. Zumeist wird die Klickrate steigen, wenn höhere Bietpreise hinterlegt werden: Die Anzeigenposition verbessert sich, Anzeigen auf höheren Platzierungen werden tendenziell häufiger geklickt. Umgekehrtes gilt, wenn Bietpreise gesenkt werden: Die Anzeigenposition sinkt, die Klickrate zumeist auch. Und obwohl Google Klickraten normalisiert, ist es im Sinne der Kampagnenqualität sinnvoll, überproportionale Änderungen zu berücksichtigen.

Keine Grundlage für Maßnahmen ist der Bietpreis (auch wenn seine prominente Darstellung scheinbar zahlreiche Advertiser zu dieser Annahme verleitet). Ob die AdWords-Kampagne erfolgreich ist, entscheidet der tatsächlich zu zahlende Klickpreis. Dieser muss geringer liegen als der Wert, den ein Klick hat. Der tatsächliche Klickpreis wird im Gebotssimulator über die Kosten abgebildet und ergibt sich einfach aus Kosten geteilt durch Klicks.

Ein Beispiel: Ein Händler verkauft Taschenbücher für "Kreatives Kochen", das Stück für 11 Euro. An sonstigen Kosten fallen 6 Euro an, so dass er maximal 5 Euro Gewinn machen kann. Davon gehen in seinem Fall noch die Werbekosten, hier die AdWords-Kosten, ab.
Jeder 10. Besucher seiner Site kauft das Kochbuch, was einer Conversion-Rate von 10% entspricht. Pro Besucher (und damit pro Klick) darf er also maximal 0,50 Euro ausgeben - sonst macht er Verluste. Dies errechnet sich einfach aus 5 Euro / 10 Besucher oder aus 5 Euro * 10% Conversion-Rate.

Sehen wir uns an, welche Daten für ein wichtiges Keyword geliefert werden:

Das derzeitige Gebot liegt bei 0,40 Euro. Gemäß Gebotssimulator liegt der tatsächlich zu zahlende Klickpreis damit bei etwa 0,31 Euro: 20,20€/65 Klicks. Als Gewinn bleiben also pro Klick 19 Cent, pro verkauftem Taschenbuch 1,90 Euro. [Anm.: Beim aktuellen Bietpreis sollte man praktischerweise einfach den echten Durchschnitts-CPC aus dem Konto heranziehen. Dieser kann tatsächlich leicht differieren.]

Um auf der sicheren Seite zu sein und keine Verluste einzufahren, erhöht der Advertiser seinen Bietpreis maximal auf 0,50 Euro. So stellt er sicher, dass er nie mehr pro Klick zahlt, als dieser Klick ihm auch wert ist.
Gemäß Gebotssimulator kann er seinen Bietpreis gar auf die angezeigten 0,81 Euro gehen. Die Schätzdaten prognostizieren ihm dabei nämlich einen tatsächlichen Klickpreis von (37,60/85 =) 0,44 Euro. Pro Klick verdient er also noch immer 6 Cent, pro verkauftem Buch 60 Cent. Erst bei der höchsten angegebenen Stufe, einem Bietpreis von 1,24 Euro, liegen die Kosten pro Klick mit 58 Cent höher als der Wert pro Klick. Der höchstmögliche Bietpreis läge nach dieser Rechnung somit irgendwo zwischen 0,81 und 1,24 Euro.

Wir unterstellen, der Bietpreis soll auf 0,81 Euro erhöht werden. Mit diesem höheren Bietpreis würde der Händler nun mehr Besucher gewinnen, eine höhere Stückzahl verkaufen und noch immer keinen Verlust machen. Doch auch mehr Gewinn? Errechnen wir hierfür, was ihm die gewonnenen Besucher bringen.
* 65 Besucher mit einem Gewinn pro Besucher von 0,19 Euro ergeben 12,35 Euro.
* 85 Besucher mit einem Gewinn pro Besucher von 0,06 Euro ergeben 5,10 Euro.
Mit den derzeitigen Einstellungen und den daraus resultierenden 65 Besuchern ergibt sich also deutlich mehr Gewinn als mit 20 Besuchern mehr.

Lassen wir die Härtefälle ("Was ist ein Wert pro Klick?") weg und stellen wir stattdessen fest: Erstaunlicherweise findet man bei AdWords-Werbenden sehr häufig den Hang, den Klickpreis bis zum Wert pro Klick zu erhöhen - "es rechnet sich ja immer noch". Dabei ist "kein Verlust machen" kaum das höchste aller Ziele. Und vielleicht erinnert sich jetzt der ein oder andere noch ans Studium, als es viel mehr um Gewinnmaximierung ging. Darauf zielt der Inkrementelle Cost-per-Click (ICC) ab, der bereits im Gebotssimulator einiger AdWords-Konten angegeben wird.

Inkrementeller Cost-per-Click (ICC)

Der Gewinn ist am größten, wenn Grenzerlöse gleich Grenzkosten sind. Weniger mathematisch ausgedrückt: Grenzkosten sind die Kosten, die eine mehr produzierte Einheit an Kosten verursacht. Die Grenzerlöse sind entsprechend die Erlöse, die eine mehr produzierte Einheit an Erlösen bringt. Kostet eine mehr produzierte Einheit genau so viel, wie sie bringt, so ist der maximale Gewinn erreicht (denn mit der nächsten Einheit wären die Kosten höher als die Erlöse).

Unterstellen wir, dass der Wert pro Klick immer konstant bleibt - beispielsweise die oben errechneten 50 Cent. Dies wären also unsere Grenzerträge. Die Grenzkosten für neue Besucher hingegen nehmen zu: Für jeden neuen Besucher, der zusätzlich gewonnen werden soll, muss ein höherer Klickpreis gezahlt werden. Im Gebotssimulator wird dies nicht für jeden einzelnen Klick mehr dargestellt, sondern in Klick-Sprüngen.

Einfacher wird es an einem Beispiel. Dafür sehen wir uns nun auch die ICC-Spalte an:

Wiederum würde der Taschenbuch-Händler bei allen Gebotsstufen einen Gewinn machen. Wie wir nun wissen, ist damit aber noch nicht sichergestellt, dass er tatsächlich sein Gewinnmaximum erreicht hat. Um dies besser einschätzen zu können, gibt Google nunmehr den Inkrementellen Cost-per-Click (ICC) an.

Der ICC wird von Google definiert als "der zusätzliche Betrag, den Sie durchschnittlich für zusätzliche Klicks zahlen, die Sie erhalten, wenn Sie das Gebot erhöhen" - also nichts anderes als die Grenzkosten. Der ICC errechnet sich aus der Differenz der hinzugewonnenen Klicks zur Differenz der dadurch entstandenen Kosten.

Wie wir oben festgestellt haben, liegt das Gewinnmaximum dort, wo Grenzkosten = Grenzerlöse sind. Im Beispiel sollte der ICC also bei 0,50 Euro liegen. Betrachten wir die Ergebnisse des Gebotssimulators, so muss der Händler seinen maximalen CPC also sogar senken: Der ICC liegt derzeit bei 0,52 Euro, die Kosten für die zuletzt gewonnenen Besucher somit über dem Wert pro Klick.

Rechnen wir also durch, wie hoch der Gewinn bei einem Bietpreis von 0,33 Euro wäre:
* Der tatsächlich zu zahlende Klickpreis liegt bei (15/55=) circa 0,27 Euro.
* 55 Klicks bringen also einen Gewinn von 55 * 0,23 Euro = 12,65 Euro.
Der Gewinn liegt derzeit bei 12,35 Euro (siehe oben). Eine Senkung des Bietpreises - oder genauer: eine Ausrichtung des tatsächlich zu zahlenden Klickpreises am ICC - würde also zu mehr Gewinn führen.

Das tatsächliche Gewinnmaximum liegt also irgendwo zwischen einem Bietpreis von 0,33 und 0,40 Euro. Leider erhalten wir von Google keine genaueren Daten, um punktgenau auf einen ICC von 0,50 einstellen zu können. Aber immerhin können wir uns diesem mithilfe des Gebotssimulators annähern - und erkennen, dass weder die meistmöglichen Besucher noch die meistmöglichen Verkäufe den größmöglichen Gewinn bringen müssen.

Wirkungen

Wie bei all diesen Rechnungen wird natürlich einiges an Unsicherheit ausgeblendet. Einige Beispiele:
- Alle Daten aus dem Gebotssimulator sind Schätzwerte.
- Die Bestimmung des tatsächlichen Klickpreises über den Bietpreis ist nur eingeschränkt möglich, da sich jederzeit die Konkurrenzsituation ändern kann. Nimmt die Konkurrenz zu, steigt der Klickpreis und kann dann über dem ICC liegen.
- Eine Erhöhung des Bietpreises führt zu einer Verbesserung bei der Anzeigenposition. Dies kann wiederum zur Folge haben, dass mehr "qualitativ schlechte" Besucher auf Ihrer Site gelangen. Dadurch sinkt allerdings die Conversion-Rate, somit auch der Wert pro Klick.
Zudem sei ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es neben der Gewinnmaximierung noch andere mögliche Ziele für AdWords-Kampagnen gibt.

Das ständige Beobachten und Optimieren der AdWords-Kampagnen fällt durch den ICC natürlich nicht weg. Im Gegenteil: Wer seine Klickpreise am ICC ausrichten will, hat sicherlich einiges an Aufwand vor sich (und ist wahrscheinlich froh, dass Google für diejenigen Keywords erst gar keine Werte liefert, die zu wenig Klicks gebracht haben). Auch gilt es weiterhin, Maßnahmen auf Grundlage von aussagekräftigen Zahlen und Zeiträumen vorzunehmen - was nicht immer ganz einfach ist, da der Gebotssimulator selbst nur den Zeitraum einer Woche betrachtet.

Der ICC wird bei uns noch nicht in allen Konten angezeigt. Sicherlich werden diese Konten aber noch nachgezogen.

Wer gerne liest, findet in der Google-Hilfe weitere interessante Informationen (https://adwords.google.de/support/aw/bin/answer.py?answer=138151&ctx=tltp). Wer lieber schaut, findet das zugehörige Video mit Hal Varian, Chief Economist von Google, auf YouTube oder gleich hier:

Neues Keyword-Tool

Wed, 11/11/2009 - 17:59

Gab es vor wenigen Tagen einen Blog-Beitrag zum neuen Placement-Tool, so darf hier natürlich auch das neue Keyword-Tool in der Beta-Phase nicht fehlen.

Dieses lehnt sich an die Entwicklungen des Placement-Tools an: Nunmehr ist es möglich, alle drei Suchkriterien einzeln oder kombiniert einzusetzen - Keywordsuche durch Vorgabe eines vorgegebenen Keywords, einer Website und nach Kategorien.

Auch die Filteroptionen wurden erweitert. Insbesondere sind Daten aus dem Traffic Estimator integriert, die nun bequem aus einem Tool abgerufen und in der bekannten Weise dargestellt werden können.




Bislang lässt sich das neue Keyword-Tool nur aus einem AdWords-Account heraus aufrufen. In der externen Version sind die neuen Features (noch) nicht integriert.

Zeiteinheit-Bericht nun im Konto

Tue, 11/10/2009 - 13:12

Aus aktuellem Anlass sehen wir uns heute die Abfrage nach Zeiteinheiten an. Diese war bislang nur über die Berichte möglich, wurde mittlerweile aber auch ins AdWords-Konto integriert. Damit wird der Weg weiterverfolgt, der beispielsweise mit der Placement- oder Suchbegriffabfrage bereits eingeschlagen wurde. Uns als Werbende kann die einfachere Handhabe und schnellere Abfrage nur recht sein.

Ansichten und Filter - Zeiteinheiten

Im Drop-Down Ansichten und Filter öffnen wir Gliedern nach. Neben der bereits bekannten Abfrage nach Werbenetzwerken werden die zur Auswahl stehenden Zeiteinheiten angezeigt:

Auf diese Weise lassen sich die Entwicklungen der Leistungsdaten im zeitlichen Verlauf darstellen - hier beispielsweise die Wochendaten der letzten beiden Monate:

Verfügbar ist die Anfrage auf Kampagnen-, Anzeigengruppen- sowie Keywordebene.

Wochentag - Anzeigenplanung

Über die Abfrage Wochentag lässt sich die Performance Ihrer Kampagnen nach -Überraschung- Wochentagen abfragen. Dies erlaubt Ihnen eine genauere Planung Ihrer Anzeigenschaltung.

Sehen wir obiges Beispiel an: Der Sonntag bringt zwar so viele Klicks (und damit Kosten) wie die übrigen Wochentage, allerdings keine Conversions. Über die Kampagneneinstellung Anzeigenplanung wäre es nun beispielsweise möglich, auf eine Schaltung am Sonntag zu verzichten oder den Bietpreis entsprechend anzupassen.

Berichte überflüssig?

Nein. Der Abfrage in Ihrem Konto sind enge zeitliche Grenzen gesteckt. So können Sie weder die Wochentage noch die anderen Zeiteinheit für beliebige Zeitintervalle abfragen. Häufig genug erscheint folgende Meldung:

Die Kontodaten reichen also für einen ersten Eindruck. Änderungen von Kampagneneinstellungen sollten nur aufgrund sicherer Daten vorgenommen werden - für die man dann erst wieder ins Berichtcenter muss.

Neues Placement-Tool

Mon, 11/09/2009 - 12:24
Klickt man sich über den Reiter "Werbechancen" bis zur Tool-Übersichtsseite durch, so erkennt man ein neues Feature: Neues Placement-Tool (Beta-Version). Für eine Recherche war die alte Version des Placement-Tools eher umständlich zu erreichen - nun geht es bedeutend schneller. Zudem wurde die ganze Sache optisch und vor allem funktional aufgemotzt. Werfen wir einen kurzen, ersten Blick darauf...

Als Placement-Suche gibt es noch immer gibt es die bekannten drei Möglichkeiten "Kategorien durchsuchen", "Themen beschreiben" ( jetzt "Wort oder Wortgruppe") und URLs auflisten (jetzt "Website"). Diese können nun auch kombiniert eingesetzt werden.

Die Filtermöglichkeiten für Placements wurden erweitert. Länder- und Spracheinstellungen stehen zur Verfügung. Neben der Auswahl von Anzeigentypen (Text und Display) und den Display-Formaten kann zudem auch nach demographischen Daten selektiert werden:
Ebenso ist die Unterscheidung nach den Placement-Typen "Website", "Video", "Feed", "Spiel" und "Mobil" möglich:
Zu den vorgeschlagenen Placements werden natürlich weiterhin Placement-Typ, verfügbare Anzeigenformate sowie erwartete Impressions pro Tag angezeigt.
Insgesamt geht das neue Placement-Tool in die richtige Richtung, um eine genauere und schnellere Recherche sowie eine gezieltere Selektion für die ausgewählten Placements im Content-Netzwerk vornehmen zu können.
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