AdWords ermittelt Qualitätsfaktor pro Suchanfrage und streicht Mindestgebot

Google führt gemäß adwords.blogspot einige Verbesserungen, zumindest aber Änderungen in Bezug auf den Qualitätsfaktor ein.
1.) Der derzeitige Qualitätsfaktor pro Keyword wird ersetzt durch ein dynamisches Modell, das den Qualitätsfaktor bei jeder Suchanfrage neu ermittelt.
2.) Das Mindestgebot fällt weg, dafür gibt es eine neue Anzeige "First page bid"
3.) Dadurch gibt es künftig auch den Keyword-Status "inaktiv für Suche" nicht mehr.

1.) Qualitätsfaktor pro Suchanfrage

Bekanntermaßen wird der Qualitätsfaktor derzeit jedem einzelnen Keyword zugewiesen - Google nennt ihn gar statisch. Nunmehr soll er für jede Suchanfrage dynamisch ermittelt und berücksichtigt werden - basierend auf Faktoren wie der speziellen Anfrage, Location sowie den berühmten "sonstigen weiteren Faktoren".
Damit, so Google, verwendet AdWords "the most accurate, specific, and up-to-date performance information" (adwords.blogspot). Dies soll zu einer weiteren Steigerung der Relevanz führen: für die User bessere Suchergebnisse, für die Advertiser qualitativ hochwertigere Besucher.

2.) "First page bid" anstelle von Mindestgebot

Aufgrund der dynamischen Berechnung des Qualitätsfaktors fällt das Mindestgebot weg. Angezeigt wird dafür ein neuer Wert: das "First page bid", eine Schätzung über das Gebot, das benötigt wird, um auf der ersten Seite der Suchergebnisse gelistet zu werden. Für die Schätzung wird das jeweilige Keyword in der Option Exact Match herangezogen, ebenso die Qualität der Anzeige sowie die jeweils aktuelle Konkurrenzsituation bei diesem Keyword.
Da der Qualitätsfaktor für jede Suchanfrage neu ermittelt werden soll, dürfte das benötigte First page bid allerdings tatsächlich nur eine Schätzung oder ein Durchschnittswert sein.

3.) "Status "inaktiv" fällt weg

Den Status "inaktiv" erhält derzeit noch jedes Keyword, bei dem der maximale Klickpreis unterhalb des Mindestgebotes liegt. Durch dessen Wegfall hat sich nunmehr auch der entsprechende Status erledigt - alle Keywords können somit immer zur Schaltung kommen. Allerdings verweist Google ausdrücklich, dass die Auslieferung von ehemals inaktiven Keywords weiterhin eher gering sein wird.

Die Änderungen werden zunächst nur bei wenigen Advertisern umgesetzt. Nach entsprechendem Feedback werden sie dann für alle Werbenden eingeführt.

Ebenso wird es entsprechende Updates für die AdWords API sowie den Editor geben. Neuerungen gibt es im API-Blog sowie im Editor-Forum.