Neuerungen im Display-Netzwerk

In den vergangenen Monaten hat es zahlreiche Änderungen im Display-Netzwerk gegeben. Die Namensänderung von Content auf Display ist dabei nur die auffälligste. Grund genug für eine Zusammenfassung, um die Potentiale optimal ausschöpfen zu können.

Das „neue“ Google Display Netzwerk

Das Google Display Netzwerk umfasst alle Seiten, die nicht zum Suchnetzwerk gehören, auf denen Werbetreibende aber trotzdem Google Anzeigen schalten können. Darunter befinden sich spezielle Google Websites (Google Finanzen, Google Mail, Google Maps und Blogger), YouTube sowie über eine Million AdSense-Partner, die auf ihren Websites Google-Werbung erlauben.
Unterstützt werden folgende Anzeigenformate:

  • Textanzeigen (höchste Reichweite)
  • Imageanzeigen
  • Video Anzeigen
  • Rich Media Anzeigen

Remarketing

Mit Hilfe von Re-Marketing Listen kann für User, die eine Website besucht haben, gezielte und auf ihre Interessen zugeschnittene Anzeigen geschaltet werden. Die User werde mittels eines Remarketing-Tags, der auf den ausgewählten Seiten implementiert ist, Listen zugeordnet. Die Listen sind wiederum den passenden Anzeigengruppen zugeordnet, wodurch eine zielgenaue Schaltung von relevanten Anzeigen ermöglicht wird.
Alles Wissenswerte zum Remarketing gibt es in den beiden umfassenden Blog-Einträgen Remarketing - Besucher wieder finden: Teil Eins und Teil Zwei.

Marketing nach Interessenkategorien

AdWords Kunden können mit Hilfe dieses Tools Anzeigen für User schalten, die an einem bestimmten Themengebiet interessiert sind. Dabei analysiert Google den Content von Websites, die ein User besucht hat, filtert mit diesen Informationen seine Interessen heraus und ordnet ihn so bestimmten Kategorien zu. Gemäß dieser Zuordnung werden nun die passenden Anzeigen ausgespielt.

Frequency Capping

Mit der Frequency Capping Funktion können Werbetreibende bestimmen, wie oft ihre Anzeigen maximal für einen bestimmten User in einem bestimmten Zeitraum (Tag, Woche oder Monat) geschaltet werden. Diese Einstellung kann auf Anzeigen-, Anzeigengruppen oder Kampagnenebene festgelegt werden.

Ausschließen von “below the fold” Werbeplätzen

Werbeplätze, die sich unterhalb des sichtbaren Bildschirmbereichs (below the fold) befinden, können ausgeschlossen werden. Die Anzeigen werden in Folge nur noch an Positionen geschaltet, die sich nach dem Laden der jeweiligen Seite auf dem Bildschirm befinden, ohne dass der User scrollen muss. Die Funktion kann über den Tab „Werbenetzwerke“ unter „Ausschlüsse“ gefunden werden. Für das Hinzufügen neuer Ausschlüsse auf Kampagnenebene wird „Kategorien ausschließen“ geklickt und „mit scrollen sichtbar“ ausgewählt.
Eine genaue Handlungsanweisung mit Bild gibt es hier: Above the fold.

Demografische Ausrichtung

Ähnlich wie beim Marketing nach Interessenkategorien können Anzeigen nach demografischen Merkmalen (Altersgruppen, Geschlecht) geschaltet werden. Auch hier werden die besuchten Websites analysiert und einer Altersgruppe oder einem Geschlecht zugeordnet. Die Daten werden dabei auch mit gesammelten Daten von Website Besuchen abgeglichen. Dem Cookie des Users werden in Folge die entsprechenden demografischen Kategorien zugewiesen.

View Trough Conversion Tracking

View Through Conversion Berichte ermöglichen es, die Effektivität von Display Kampagnen zu messen, auch wenn ein User nicht auf eine Anzeige klickt. Gemessen wird die Anzahl von Conversions, die binnen 30 Tagen nach Schaltung der Display Anzeige generiert werden. Dadurch kann die unterstützende Wirkung von Display Kampagnen bei der Conversion Generierung analysiert werden. View-through-Conversions werden im Konto als zusätzliche Spalte angezeigt: View-Through-Conversions.

Display Campaign Optimizer

Mit dem Display Campaign Optimizer Tool wird automatisch die Verwaltung von Geboten im Display Netzwerk übernommen. So sollen automatisch die definierten Kosten pro Conversion erreicht werden. Dabei optimiert das Tool laufend die Anzeigenschaltung sowie die Gebote und „lernt“ zunehmend von der Kampagnenleistung.

Contextual Targeting

Contextual Targeting erleichtert das Aufsetzen neuer Kampagnen im Display Netzwerk. Ähnlich dem Keyword-Tool für das Such-Netzwerk, schlägt dieses Tool passende Keywords für das Display-Netzwerk vor und gruppiert sie auch gleich in thematisch eng eingegrenzte Anzeigengruppen. Binnen weniger Minuten kann somit eine große Anzahl an thematisch sortierten Anzeigengruppen erstellt werden.

Sowohl Display Campaign Optimizer wie auch Contextual Targeting sind noch nicht flächendeckend verfügbar. Für mehr Informationen gibt es einen recht neuen Blog-Eintrag im Inside AdWords: Performance at Scale on the Google Display Network

AdWords Editor Update 8.5.1

Auch die neue Version des AdWords Editors widmet sich verstärkt dem Display-Netzwerk. Die Neuerungen der Version 8.5.1. betreffen dabei:

  • Display Anzeigen, die mit dem Tool zur Erstellung von Display Anzeigen erstellt wurden, können im Editor bearbeitet und zwischen Kampagnen verschoben werden.
  • Zielgruppen aus Re-Marketing Listen sind über den Tab „Zielgruppen“ erreichbar.
  • Themen- und Kategorie-Placements sind in unter dem Begriff „Thema“ verfügbar.

Weitere Infos zum Editor Update gibt es hier: AdWords Editor Update 8.5.1.