Neues Anzeigendiagnose-Tool in AdWords

Wenn Sie den Status Ihrer Anzeigen im AdWords-Konto checken wollten, waren die Informationen, welche Ihnen AdWords auf dem Tab „Anzeigen“ und in der Spalte „Status“ anbot, immer ein wenig dürftig. Ihnen wurde angezeigt, ob die Anzeige derzeit geschaltet wird – oder eben nicht. Wenn die Anzeige nicht geschaltet wurde und Sie weitere Informationen dazu haben wollten, bot man Ihnen einen Link zur AdWords-Hilfe an. Dort waren dann alle Gründe aufgelistet, wieso eine Anzeige nicht geschaltet werden kann – nicht auf Ihre Anzeige zugeschnitten, sondern allgemein gehalten und universell für AdWords geltend. Sie durften sich dann einen Grund aussuchen. Ob der ausgesuchte Grund dann auch tatsächlich der „Schuldige“ war, konnten Sie nur durch Testen unterschiedlicher Optionen herausfinden. Das kann Spaß machen – muss aber nicht. Es war schade, dass AdWords nicht gleich den richtigen Grund für die Nicht-Schaltung der Anzeige nannte, denn das Testen kostet Zeit.

AdWords erweitert seine Diagnose-Tools um das neue Status-Icon

Nun hat Google reagiert und dem User ein neues Anzeigendiagnose-Tool zur Seite gestellt – AdWords selbst bezeichnet dieses neue Feature als Status-Icon. Doch dieses „Icon“ kann mehr als ein Zeichen – es erfüllt unter anderem auch Testfunktionen.

Dieses Tool finden Sie, wie gewohnt, unter dem Tab „Anzeigen“ und in der Spalte „Status“. Die bestehenden Tools, wie z.B. das altbekannte Tool zur Anzeigenvorschau und –diagnose, befinden sich an gewohnter Stelle. Das neue Tool liefert vor allem dann interessante Informationen, wenn Sie mit Ihrer Anzeige für Dienstleistungen oder Produkte werben, die laut der AdWords Werberichtlinien nur eingeschränkt zulässig sind, oder in bestimmten Zielregionen nicht erlaubt sind. Um sich die Ergebnisse des Tools anzuschauen, fahren Sie mit dem Mauszeiger einfach in der Spalte „Status“ über die kleine Sprechblase. Dann öffnet sich das gewohnte, gelbe Fenster. Allerdings mit mehr Informationen, als Sie es bisher gewohnt waren. Wenn Ihre Anzeige ausgespielt wird, ist eh alles in Ordnung und Sie können sich den anderen Optimierungsarbeiten widmen. Wenn die Anzeige nicht geschaltet wird, wird Ihnen das mit einem Roten Pfeil angezeigt. Weiters wird Ihnen mitgeteilt, ob die Anzeige mit dem getesteten Keyword an dem Standort, welcher im Kampagnen-Setting hinterlegt wurde, angezeigt wird. Sie können dann sofort ein anderes Keyword und/oder eine andere Zielregion testen.

Auch die ursprüngliche Funktion des Status-Icon wurde verbessert

Wie Eingangs bereits erwähnt, gab das alte Tool eher dürftige Informationen ab, wieso eine Anzeige nicht geschaltet wurde. Auch das wurde verbessert. Sollten andere Gründe die Schaltung der Anzeige verhindern, so werden die Gründe direkt angezeigt. Beispielsweise:

  • Ihre Anzeige wird aufgrund Ihres Budgets nur gelegentlich gezeigt.
  • Eine Ihrer anderen Anzeigen wird bei diesem Keyword gezeigt.
  • Ihr Keyword löst zurzeit aufgrund eines zu niedrigen Anzeigenrangs keine Schaltung von Anzeigen bei Google aus. Der Anzeigenrang ergibt sich aus Ihrem Gebot und dem Qualitätsfaktor.

Fazit:

In Hinblick auf das getestete Keyword und die Zielregion zeigt das neue Tool auf einen Blick, wieso eine Anzeige nicht geschaltet wird und gibt gleichzeitig die Möglichkeit eine andere Lösung zu testen. Desweiteren sind die Formulierungen klar und deutlich, so dass sich aus den genannten Gründen für eine Nicht-Schaltung sofort Lösungsansätze ergeben. Somit ist das neue Tool gelungen. Aber: auch wenn Ihnen AdWords mit dem Tool eine gute Hilfe zur Seite stellt, so ist das Kind in den meisten Fällen bereits in den Brunnen gefallen, sobald eine Anzeige – aus welchem Grund auch immer – nicht geschaltet wird. Insbesondere bei mehrfachen Verstößen gegen die AdWords Werberichtlinien können sie Abstrafungen durch Google drakonisch bis zur Stilllegung des gesamten Kontos gehen. Und doppelte Keywords sollten innerhalb eines gut aufgesetzten Kontos gar nicht erst auftauchen - sollte das trotzdem der Fall sein, bedarf das Konto einer generellen Überarbeitung. Auch wenn AdWords immer mehr Tools im Konto einbaut, die dem User die Arbeit abnehmen und erleichtern sollen, gilt nach wie vor: Ein Tag strategisches Nachdenken über das Kampagnen-Setup, erspart 30 Tage Arbeit der Fehlerbehebungen und Korrekturen.